Malerei / Projekt R. Naumann

Hallo Herr Becker,
einerseits empfinde ich die vier Darstellungen von Rinde auch als dekorativ, aber andererseits ist das meiner Meinung nach  noch  im künstlerischen Bereich .
Ich bin einer weiteren Bildidee nach gegangen , inspiriert von den Bäumen um mich herum .
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Besonders von einem hochgewachsenen Giganten ,  der mit Moos und Flechten bedeckt ist und an einer Seite  einen roten Farbstreifen zeigt .
In der Natur sieht es für mich auch schon dekorativ aus,
aber ich versuchte meine freie Umsetzung .
Liebe Gruße
RN
Liebe Frau Naumann,
wenn man sich einen Baum ansieht, der von ansehnlichen Flechten und Moosen durchsetzt ist, dann mutet Ihre Darstellung doch noch etwas zu mager an. Es wäre also eine besondere Herausforderung, dem ästhetischen Spiel der Natur ein entsprechendes künstlerisches gegenüberzustellen.

8 Gedanken zu „Malerei / Projekt R. Naumann“

  1. Hallo, ich habe Klärungsbedarf zu einem technischen Thema. Im Folgenden werde ich zwei Bilder bzw.-ausschnitte hochladen, die aus einer Aufgabe in einer Malklasse enstanden sind. Es geht um die Erreichung der Wirkung von räumlicher Darstellung, hier Rundungen. Ich habe hier mit zwei unterschiedlichen Techniken gearbeitet und wüsste gerne, ob eine davon objektiv klar zu bevorzugen ist und ob es noch ganz andere Techniken gibt. Im ersten Beispiel habe ich mit relativ vielen subtilen Farbtönen horizontal gearbeitet, im zweiten mit einer eher limitierten Palette vertikal, einmal also der Rundung folgend und einmal der Länge des Zylinders nach. Ich freue mich auf Anregungen

    1. das erste Bild ist mehr im konservativen farbperspektivischen Bereich – eben so wie „man“ es macht. Von warm nach kalt – gebrochen zu rein , von dunkel zu hell Das zweite hat stärkere Wirkung wegen seiner Grobheit. Die Elemente sehen aus wie mit Gummi überzogen. Es drückt meiner Meinung nach mehr Stärke aus, weil es nicht „so fein“ gemacht ist Da kommt es jetzt drauf an, was man ausdrücken will. Es sind halt zwei unterschiedliche Charaktere. “ gut “ oder „besser“ ist da schwer zu sagen. Mal sehen, wenn sie fertig sind.
      LG
      mechthild

      1. Das sehe ich auch so, dass nicht die Technik um ihrer selbst willen beurteilt werden kann, sondern immer im Kontext der künstlerischen Intention gesehen werden muss. Richtig und falsch sind also keine geeigneten Kriterien, sondern angemessen oder unangemessen, je nach gewünschtem Ausdruck.

    1. Betr.: Giganten und deren Oberflächen.
      Es kommt darauf an, in wie weit sich die Erinnerung an „Borke“ beim Betrachter manifestieren soll – oder ob es nur um eine ästhetische Textur handeln soll. Es gibt da eine Künstlerin, der Name fällt mir gerade nicht ein, die macht Frottagen von alten Italienischen Mauern, um diese dann „im Moment“ festzuhalten, da sie sich ja ( die Mauern )im Laufe der Jahre verändern werden. Das genaue Konzept der Kün-
      stlerin kenne ich nicht.

  2. Liebe R. Naumann,
    Susanne Krell ist der Name der Künstlerin, die die Frottagen von Mauern abnimmt. Bitte googeln – sehr interessantes Konzept. Man könnte das auch mit Bäumen versuchen.
    LG mechthild

  3. Liebe Mechtild,
    eigentlich geht es mir nicht darum , das sich der Betrachter an die Rinde oder Borke erinnert , sondern , wie Sie schon erwähnten geht es mir um eine ästhetische Textur, aber in erster Linie um die Farbe, die ich empfinde wenn ich mir Baumrinden ansehe. Dann versuche ich die gesehene Farbe
    in einer Struktur , Textur oder Muster zu präsentieren.
    Vielen Dank für die schnelle Antwort
    und Danke auch für den Frottage Hinweis, das kann man in der Tat sehr gut mit Baumrinden machen . Mit etlichen Schulklassen habe ich diese Arbeitsweise schon durchgeführt,wir hatten dabei einen riesen Spaß.
    LG Roswitha Neumann

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